Ich wurde gehört^^
Gestern war es nun so weit: ich hatte meine Anhörung beim Amtsgericht. Natürlich war ich tierisch nervös, wofür es aber eigentlich keinen Grund gab.
Nachdem ich etwa zehn Minuten gewartet habe, holte mich der zuständige Amtsgerichtspräsident ab und entschuldigte sich gleich im Voraus, dass er innerhalb des Verfahrens leider die volle männliche Anrede benutzen muss.
Er fing nun ganz formell an meine Personalien zu kontrollieren, und lies eine Kopie von meiner Geburtsurkunde machen. Das wurde alles von einer Sekretärin mitprotokolliert. Dann stellte er mir halt die Frage, wann ich bemerkt habe was mit mir los, wann die Gefühle aufgetreten sind, als Frau leben zu wollen (Es geht im wesentlichen darum, dass ich seit mehr als drei Jahren und dem Zwang stehe, im anderen Geschlecht zu leben). Er hat noch gefragt, seit wann ich offen als Frau lebe; einen Kommentar zu meinem Erscheinungsbild gemacht (ich war immerhin etwas besser gekleidet als die Sekretärin) und nach meinen Freizeitverhalten gefragt (wusste allerdings selbst nicht so richtig, was er eigentlich genau wissen wollte). Dass war es dann auch schon mit der Befragung, die keine zwanzig Minuten dauerte.
Mir wurde dann das weitere Prozedere nochmal erklärt, dass meine Akte jetzt als Formalität zur Staatsanwaltschaft geht und die Gutachter beauftragt werden - er versprach mir die beidem von mir genannten zu beauftragen, und nicht die, die sonst von diesem Gericht beauftragt würden. Dabei wäre dann auch dr. Seikowski, bei dem ich ja schon das Gutachten für die Hormonindikation bekommen habe, was dann nur noch vervollständigt werden müsste. So habe ich die Hoffnung, dass die ganze Vornamensgeschichte nicht ganz so lange dauert, wie befürchtet.

Übrigens habe ich heute auch den Befund von der Genetik bekommen, und das Ergebnis ist wie erwartet ein normal männlicher Karyotyp 46 XY, ich bin also definitiv nicht intersexuell.
Es grüßt euch lieb,
Kalyope
Nachdem ich etwa zehn Minuten gewartet habe, holte mich der zuständige Amtsgerichtspräsident ab und entschuldigte sich gleich im Voraus, dass er innerhalb des Verfahrens leider die volle männliche Anrede benutzen muss.
Er fing nun ganz formell an meine Personalien zu kontrollieren, und lies eine Kopie von meiner Geburtsurkunde machen. Das wurde alles von einer Sekretärin mitprotokolliert. Dann stellte er mir halt die Frage, wann ich bemerkt habe was mit mir los, wann die Gefühle aufgetreten sind, als Frau leben zu wollen (Es geht im wesentlichen darum, dass ich seit mehr als drei Jahren und dem Zwang stehe, im anderen Geschlecht zu leben). Er hat noch gefragt, seit wann ich offen als Frau lebe; einen Kommentar zu meinem Erscheinungsbild gemacht (ich war immerhin etwas besser gekleidet als die Sekretärin) und nach meinen Freizeitverhalten gefragt (wusste allerdings selbst nicht so richtig, was er eigentlich genau wissen wollte). Dass war es dann auch schon mit der Befragung, die keine zwanzig Minuten dauerte.
Mir wurde dann das weitere Prozedere nochmal erklärt, dass meine Akte jetzt als Formalität zur Staatsanwaltschaft geht und die Gutachter beauftragt werden - er versprach mir die beidem von mir genannten zu beauftragen, und nicht die, die sonst von diesem Gericht beauftragt würden. Dabei wäre dann auch dr. Seikowski, bei dem ich ja schon das Gutachten für die Hormonindikation bekommen habe, was dann nur noch vervollständigt werden müsste. So habe ich die Hoffnung, dass die ganze Vornamensgeschichte nicht ganz so lange dauert, wie befürchtet.

Übrigens habe ich heute auch den Befund von der Genetik bekommen, und das Ergebnis ist wie erwartet ein normal männlicher Karyotyp 46 XY, ich bin also definitiv nicht intersexuell.
Es grüßt euch lieb,
Kalyope
Kalyope - 28. Sep, 13:10
